unsere Philosophie

Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Philosophie geben.
 

Ruhe und Geduld, das grosse Erfolgsgeheimnis

der Hundeerziehung!


Vorwort

Unsere Methode ist absolut sanft. 

Hunde sind unsere besten Freunde, Sie verdienen unseren Respekt.
Wir sollten Hunde nicht anschreien, aber auch nicht durch falsches Spiel oder Lob derart unruhig machen, so dass wir unter Stress stehen und ihn dann bestrafen.
Der Hund hat ein Recht darauf, dass wir „seine“ Lebensweise verstehen lernen.
Hunde erfüllen uns alles, wir müssen sie nur richtig führen. 

Mit Sicherheit verdient der Hund nicht, dass wir ihn unterdrücken,
er verdient aber, dass wir sehr feinfühlig mit ihm umgehen.


Merken Sie sich gleich:
Der Hund erfüllt immer jenes Verhalten, welches er bei Ihnen sieht.
Sie können für sein Benehmen Ausreden suchen und es drehen wie Sie wollen: Sie sind immer die Ursache für sein Verhalten.
Wenn Ihr Hund etwas Falsches macht, müssen Sie sich ganz bewusst fragen: „Wie muss ich mein Verhalten ändern damit mein Hund mich richtig versteht.“
Sie werden dann feststellen, wie schnell der Hund versteht was Sie „wirklich“ von ihm wollen.


1. Kapitel: 

Wie bereits erwähnt, lernen Sie hier einen anderen Weg der Hundeerziehung kennen.
Diese Theorie verändert das Verhalten ihres Hundes recht schnell.

Was sind die wesentlichen Punkte? 

Der Hund muss nicht unser menschliches Verhalten erlernen.
Sie lernen den Hund in seinem eigenem Verhalten zu erziehen.
Sie lernen ihre eigene Körpersprache zu Verstehen.
Seine Selbständigkeit und Eigenständigkeit wird gefördert.
Alles was Sie erreichen möchten zeigen Sie dem Hund bis er es selber macht.
Sie üben keinen Druck auf den Hund aus.
Der Hund wird zur Ruhe erzogen.
Es gibt kein menschliches Lob und keine Strafe, kein Leckerli  und Spiel zur Belohnung.
Wir arbeiten mit möglichst wenigen Worten.

Sie dürfen natürlich weiterhin mit dem Hund spielen, auch können Sie weiterhin Leckerli geben;  Dies sollte ohne Erwartungen geschehen, also nicht, wenn Sie arbeiten oder etwas von ihm verlangen; sondern einfach wenn es keine Bedeutung hat und er keine  Gegenleistung für das Leckerli erbringen muss.

 
Drei Grundbegriffe sind die Basis:
Platz
Querstellen
durchhängende Leine in allen Situationen

Diese  drei Grundbegriffe bilden immer den Ausgangspunkt, egal welches Ziel Sie mit dem Hund erreichen möchten.

Mit dieser Methode können Sie den Hund nur zu einem lieben und anständigen Hund erziehen, denn Aggressivität zu fördern ist nicht möglich! Wenn Sie mit einem aggressiven Hund so arbeiten verliert  er sein angriffiges Verhalten.

 
Traditionelle Erziehung funktioniert im Grundsatz immer gleich:
Ich befehle dem Hund etwas, er muss es befolgen.
Wenn er es gut macht wird er belohnt. Das nennt man Unterordnung.
Bei der Unterordnung geht man davon aus, dass  der Hund ein Rudeltier ist und seine Rangordnung einhalten muss damit er sich einordnen kann.
Das stimmt sicher, aber das Problem ist:  Jedes Rudeltier versucht immer wieder von neuem zu siegen. Es wird sein ganzes Leben lang um seinen Platz innerhalb des Rudels kämpfen. Das Problem des Menschen besteht darin, dass wir nicht gewohnt sind dauernd um diesen Rudelplatz zu kämpfen, dem Hund gegenüber ist das unsere große Schwäche. 

Unterordnung geht nicht ohne Druck!

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Druck durch strenge Worte, Spiel und Lob oder durch Leckerli entsteht.
Der Hund muss immer etwas erfüllen damit auch er etwas erhält.
Druck wirkt sich beim Hund so aus, dass je mehr Druck ich ausübe, umso mehr Gegendruck erzeugt der Hund. 
Jetzt kann man sagen: Wenn ich ihm ein Würstchen gebe mache ich doch keinen Druck.
Meine Antwort lautet: Wenn der Hund etwas erfüllen muss, damit er sein Würstchen erhält dann haben wir einen Erwartungsdruck.  

Jemand hat einmal folgenden Spruch gesagt:
Der Hund ist wie sein Meister. 
                                                                                                                                                                                                                                   Ich glaube, fast jeder Hundebesitzer kennt den Spruch. Aber wer weiss was er wirklich bedeutet?
Haben wir einen aggressiven Hundeführer bedeutet es nicht automatisch, dass wir einen aggressiven Hund haben.
                                                                                                                                                                                                                                  Die wahre Bedeutung sieht anders aus.
Jeder Hund  kopiert seinen Meister! Hunde schauen sehr genau auf unsere Körpersprache. 
                                                                                                                    J                                                                                                              etzt sagen sicher viele, wenn er  seinen Meister kopiert muss dieser ja aggressiv sein, ansonsten würde der Hund nicht aggressiv reagieren. 

Nein, der Hund kopiert ein ganz anderes Verhalten. 

Viele haben es schon erlebt: Sie sind mit Ihrem Hund unterwegs. Plötzlich kommt ein anderer Hund und fletscht die Zähne, vielleicht greift er sogar an.
Dieses Erlebnis löst bei ihrem Hund und bei Ihnen eine negative Verknüpfung aus.
Sicher beruhigen Sie ihren Hund und streicheln und trösten ihn.
Das gibt wiederum eine Verknüpfung beim Hund.  

Was passiert danach? 


Sie haben wieder eine Hundebegegnung, aber diesmal ist es Ihr Hund der knurrt oder die Zähne zeigt.
Ganz erschrocken versuchen Sie sofort ihren Hund zu beruhigen.
Leider ist es diesmal für den Hund keine Beruhigung, sondern eine Bestärkung seines Verhaltens.

Wie sieht es beim nächsten Hundetreffen aus?

Sie wollen sicher gehen, dass Ihnen das erlebte nicht noch einmal passiert! Deshalb halten Sie die Leine noch kürzer und fester und streicheln und
beruhigen ihn. 
                                                                                                                                                                                                                                        Genau jetzt kopiert Sie ihr Hund.
                                                                                                                                                                                                                                      Ihr Menschenverstand versucht dem Hund zu sagen es ist alles gut.
Ihr Körper spricht für den Hund eine andere Sprache.
Sie sind angespannt. Die Leine halten sie straff. Mit Worten versuchen Sie ihn zu beruhigen. Der Hund muss geradezu angreifen, wenn er auch nur ein wenig auf ihre Körpersprache achtet.
Von nun an werden ihre Hundebegegnungen immer unangenehmer!
Dieses ist nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten, wie es sich abspielen kann, und es später zu grossen Problemen führen könnte. 

„Der Hund eines aggressiven Hundeführers würde eingeschüchtert reagieren“!

                                                                                                                                                                                                                                   Ruhe und Geduld sind für den Hund sehr wichtige Faktoren.


Für uns Menschen werden diese zwei Punkte mehr und mehr zum Problem.
Wir haben immer weniger Ruhe und Geduld, für den Hund ist aber genau das wichtig.
Menschen verlangen viel von dem Hund, er soll schnell lernen und begreifen was ich von ihm will.
Wenn ich davon ausgehe, das mich mein Hund kopiert, wie soll er dann geduldig und ruhig sein, wenn ich selbst das Gegenteil ausstrahle. 

Glauben Sie mir, wenn ich mit einem Hund arbeite der sich unruhig und ungeduldig verhält, selbst aber Ruhe und Geduld ausstrahle, wird der Hund schnell ruhig werden und sich mir anpassen.  

Sie werden lernen, den Hund so zu führen, dass er Sie auch richtig versteht.  
                                                                                                                                                                                                                                   Ihr Verhalten soll sich so ändern, dass der Hund immer das richtige aus
Ihrer Körpersprache sieht. 
                                                                                                                                                                                                                                     Das ist mit Sicherheit der schwierigste Schritt für Sie, denn Sie müssen dabei gegen Ihr eigenes Verhalten ankämpfen.

Der Erfolg ist aber garantiert verblüffend. 

Sie werden lernen jede Übung so zu gestalten, dass der Hund es selber tut und sich als Sieger fühlt.
Ihr Hund wird sich bei ihnen bedanken. Sie werden ein Team sein.
Ein Team ist nur, wer miteinander arbeitet und sich gegenseitig hilft, denn wenn ich meinem Hund nur Kommandos erteile und von ihm alles fordere, werden wir  nie ein wirkliches Team. 


Der Hund soll lernen selbst Verantwortung zu übernehmen. 

Stellen Sie sich vor, Sie laufen mit dem Hund frei.
Ihr Hund ist vielleicht 30 m von Ihnen entfernt.
Nun kommt eine Situation, bei der sie normalerweise die Kontrolle über den Hund verlieren.
Wie würden Sie sich fühlen, wenn er sich jetzt umdreht und sich selber zu Ihnen hin korrigiert. Das ist mit Sicherheit sehr schön.

Hunde, die ein natürliches Rudelverhalten haben, orientieren sich immer nach ihrem Rudelführer, bei Ihrem Hund sind das Sie.
Es ist unerlässlich, dass „Sie“ für Ihren Hund das wichtigste sind, nicht das Leckerli oder Spielzeug.
Bringe ich dieses Rudelverhalten durch zuviel menschliches Verhalten durcheinander, entfernt sich mein Hund zunehmend von mir.
Oder der Hund zeigt ein anderes falsches Verhalten. 

 
Was ist eigentlich vermenschlicht?

Ist es, wenn ich ihn mit ins Bett nehme, oder zuviel schmuse, wenn er nicht richtig gehorcht?
Nein, vermenschlicht ist ein Hund, der seine natürlichen hundlichen Bedürfnisse nicht ausleben darf.
Zum Beispiel: Ein Hund distanziert sich von allem, was ihn verunsichert.
Menschen haben diese falsche Idee, dass ein Hund keine Angst oder Unsicherheit zeigen darf.
Angst ist auch beim Hund überlebenswichtig!

Gehe ich mit meinem Hund auf etwas zu und er bleibt stehen, ja er verwehrt mir das weitergehen, fragen alle „hat er Angst“?

Ist das wirklich Angst? 

Nein.
Wenn ich jetzt menschlich reagiere, verlange ich von meinen Hund möglichst nahe an diese Situation heran zu gehen.
Hundliches verhalten wäre einen Bogen um diese Situation zu laufen, also Distanz zu schaffen.
Wenn Sie dem Hund diese Möglichkeit geben wird er längerfristig jede Situation meistern. Jedoch zwingen Sie den Hund dorthin zu gehen, werden sich längerfristig verschiedene negative Verhaltensweisen zeigen.


Menschen suchen immer einen Schuldigen. 

Sie haben zum Beispiel einen Hund aus dem Tierheim.
Er ist verunsichert oder gar ängstlich, vielleicht verhält er sich sonst komisch.
Jetzt ist natürlich der Verdacht nahe, der Hund wurde schlecht behandelt. Das ist sicher möglich, aber in den wenigsten Fällen trifft es zu.
Ich erlebe oftmals, dass jemand  seinen Hund bereits seit zwei Jahren hat  und dass er die Schuld für falsches Verhalten immer noch beim Tierheim oder  Züchter sucht. Tatsache ist jedoch, dass jeder Hund spätestens nach drei Tagen die neue Situation zu Kopieren beginnt und sich Ihnen anpasst.

Jetzt ist allein entscheidend, was „Sie“ dem Hund zeigen.
Genau in diese Richtung wird er sich entwickeln! Jedes Verhalten, dass Sie bei dem Hund ändern wollen, müssen Sie zuerst an sich ändern.
                                                                                                                                                                                                                                    Sicher ist es möglich, dass ein Hund eine oder auch mehre Macken mitbringt.
Wenn Sie diese Theorie in die Praxis umsetzen, sind solche Probleme schnell gelöst. Dabei spielt auch das alter des Hundes keine Rolle. 


2. Kapitel 

„Leinen laufen“ ist für viele Hundebesitzer Stress.
Warum eigentlich? 

Weshalb zieht ein Hund an der Leine?
                                                                                                                                                                                                                           Beobachten Sie sich einmal selber.
Achten sie darauf, wie oft sie den Hund an der straffen Leine festhalten.
Für die meisten Hundeführer fungiert die Leine als ein Kampfmittel.
Nirgends setzen wir soviel falsche Energie ein wie beim, Leinen laufen!
Ihr Hund wird alles daran setzen, mit möglichst viel Kraft dagegen zu ziehen.
Er wird genau das erfüllen was Sie selber auch machen.

Weich ist das Gegenteil von Hart.

Wenn ich den Hund an der straffen Leine halte, bin ich hart mit meinem Hund.
Dann wird auch er hart mit mir sein. 
                                                                                                                                                                                                                                   Ich bin mit dem Hund weich,  wenn die Leine immer locker bleibt. 
Laufe ich mit meinem Hund an der Leine und begegne jemanden der seinen Hund frei hat, lasse ich, weise wie ich bin, meinen Hund sofort frei damit  nichts passiert.

Warum passiert nichts wenn beide frei sind? 

Weil beide Hunde richtig reagieren können.
Sie können kommunizieren und einander richtig einschätzen. 
                                                                                                                                                                                                                                      Wenn ich es lerne meinen Hund an der Leine „weich“ zu führen, kann ich ihn durch beliebig viele freie Hunde führen.
Einen guten Hundeführer zeichnet aus, dass er mit seinem Hund alles an der Leine machen kann.
Mit einem freien Hund ist es keine Kunst; der reagiert automatisch richtig! 

Ich weiss, dass Sie jetzt denken der hat gut reden.

Wie soll ich meinen Hund an der Leine an so einer Situation vorbei führen wenn ich ihn kaum halten kann?
Ich gebe Ihnen Recht, es ist nicht möglich solange der Hund und Sie hart miteinender sind.
Sie können kein Problem dort lösen wo es am schlimmsten ist.

Der Hund und Sie müssen also zuerst weich werden.

Die Leine darf kein Kampfmittel mehr sein, sondern sie soll ein Komunikationskabel zwischen dem Hund und Ihnen werden. 
                                                                                                                                                                                                                                     Der Hund soll an der Leine laufen, ohne dass Sie ihn spüren. 
                                                                                                                                                                                                                                  Erst dann können Sie und der Hund in extremen Situationen richtig reagieren. Ihr Hund soll lernen an solchen Situationen vorbei zu gehen, ohne sich darum zu kümmern was der andere macht. 

Ein gutes Gespann geht ganz ruhig auf jede Situation zu.
Der Hund muss die Möglichkeit haben zu kommunizieren, nur dann kann er angenehm reagieren.

Hier ein ganz wichtiger Grundsatz:
Es darf für Sie nicht das wichtigste sein, was der andere tut.
                                                                                                                                                                                                                                   Sie können nicht jeden Menschen mit seinem Hund ändern, damit es für Sie stimmt.
Ich möchte ihnen ein Beispiel geben:
Wenn ich einen Blindenhund ins „Platz“ lege und er auf mich warten muss, wiederholt sich immer wieder folgende Situation:
Menschen die an ihm vorbei gehen bleiben stehen, streicheln und sprechen mit ihm.
Ich kann  nicht allen diesen Leuten beibringen, dass sie es nicht tun sollten.
Aber ich kann meinem Hund zeigen, dass er diese Menschen ignorieren soll. 

Deshalb interessiert in allen Situationen nur, wie Sie und ihr Hund reagieren.  

Wenn Sie nämlich den Hund richtig führen und der Hund die richtigen Signale geben kann, sind Sie für andere schnell nicht mehr interessant. 



Wenn ein Hund an mir hochsteigt und mich anspringt, reagieren die meisten so;
Dass Sie ihn von sich wegstossen oder ihn streicheln.

Auch hier wird der Hund das gleiche tun wie Sie, er wird Sie immer wieder anspringen.


Merken Sie sich folgendes: Jeder Hund streicht aus seinem Sortiment nur die Dinge, die ihm wirklich nichts bringen.
Sieht er auch nur einen ganz kleinen Erfolg in seinem Handeln, wird er mit allen Mitteln darum kämpfen.
                                                                                                                                                                                                                                 Wenn Sie dem Hund zeigen möchten, dass er Sie in Ruhe lassen soll müssen Sie sich von ihm abwenden und sich ganz ruhig verhalten.

Sie werden feststellen, dass der Hund das gleiche tut.

Der Hund wird dieses Verhalten alles anzuspringen schnell streichen.
Genau das Selbe mache ich bei anderen Begegnungen.
Der Hund soll nicht mehr alles anspringen, sondern er soll sich abwenden und signalisieren: Lass mich in Ruhe, ich möchte jetzt nicht. 

Der andere Hund wird das verstehen und respektieren.

Der Hund wird lernen, durch weiche Zeichen von Ihnen, sich so zu verhalten, wie Sie es in diesem Moment erwarten.
Sie bestimmen, ob ihr Hund mit einem anderen Hund spielen darf oder nicht, aber ihr Hund muss die richtigen Signale geben können. 
                                                                                                                                                                                                                                    Bei der konventionellen Methode, würden Sie dem Hund durch ein Platz- Kommando das Spielen verbieten.
Leider interessiert den anderen Hund nicht, was Sie ihrem Hund befehlen, dieser wird weiter versuchen in zum Spiel aufzufordern. 
                                                                                                                                                                                                                                    Da ihr Hund in einer wehrlosen Platzsituation ist, wird die aggressive Reaktion ihres Hundes nicht lange auf sich warten lassen. 
                                                                                                                                                                                                                                   Sie werden selbstverständlich ihren Hund bei so einer Reaktion sofort in die Schranken weisen.
Gerade dadurch bestärken sie ihn in seinem Verhalten.
Das nächste Mal wird er noch viel schneller aggressiv reagieren.

Wie machen wir es richtig, damit auch der andere Hund uns versteht?

Der Unterschied liegt darin, dass der Hundeführer lernt seinen Hund so zu führen, dass der Hund selber signalisieren kann ich habe jetzt kein Interesse.

Wir sagen dem „Querstellen“.

Der andere Hund wird es verstehen und sich ebenfalls abwenden.
Ich zeige meinem Hund, was ich erwarte. Er ist aber derjenige, der dem anderen Hund das richtige signalisiert. 
                                                                                                                                                                                                                                 Wenn wir schauen, wie Hundebegegnungen ablaufen, dann ist es manchmal schon sehr erschreckend.
Da wird geknurrt, gekläfft oder gar angegriffen.
Wir Hundehalter sollten uns  nicht wundern, wenn sich immer mehr Menschen gestört oder angegriffen fühlen.
Ich versichere Ihnen,  wenn Sie lernen ihren Hund mit dieser Methode zu führen, wird Ihnen viel angenehmere Sympathie entgegenströmen. 

 
Es gibt nicht einfach böse Hunde. 

Hinter jedem Verhalten eines Hundes steht jemand.
Es gibt natürlich verschiedene Charaktereigenschaften.
Hunde haben zum Beispiel verschiedene Reizschwellen.

Was sind Reizschwellen? 

Eine Reizschwelle sagt aus, wie fest ich einen Hund reizen muss, bis er reagiert.
Rassen, welche als Schutzhunde ausgebildet werden, haben sicher eine tiefere Reizschwelle, als zum Beispiel eine normale Begleithunderasse.
Aber auch kleine Hunde haben meistens eine tiefe Reizschwelle.
                                                                                                                                                                                                                                   Nehmen wir an, ich habe zwei verschiedene Hunderassen.
Die eine Rasse hat eine tiefe Reizschwelle, die andere eine hohe.
Jetzt arbeite ich mit beiden genau gleich mit Unterordnung.
Beim Hund mit der tieferen Reizschwelle wird sich schnell bemerkbar machen, dass er auf meinen stärkeren Druck aggressiver reagiert.
Der Hund mit der hohen Reizschwelle, wird nicht aggressiv reagieren, sondern er wird sich zunehmend von mir entfernen. 

Also muss ich bei beiden den Druck wegnehmen, wenn ich wirklich etwas verändern will.

 

 

3. Kapitel

„Platz“ soll eine Übung sein die der Hund gerne macht.
                                                                                                                                                                                                                                Leider gelingt es uns Menschen immer wieder, dass es für den Hund nur Stress bedeutet.
Ich erlebe viele Hunde, die Platz sogar total verweigern.
Es wird am Hund herumgedrückt,  oder man versucht ihn mit einem Leckerli auf
den Boden zu bringen, was meistens auch gelingt.

Wenn nur diese Unruhe nicht wäre und warum steht er gleich  wieder auf? 
                                                                                                                                                                                                                                   Legt er sich dann endlich hin, lobe ich in natürlich ausgiebig, aber oh Schreck jetzt steht er wieder.
Wie soll sich der Hund entspannt hinlegen und auch liegen bleiben, wenn Sie   selber Unruhe signalisieren, oder mit Druck auf ihn einwirken.
                                                                                                                                                                                                                                      Ich habe schon Hunde erlebt die sich wie störrische Esel aufgeführt haben, wenn sie Platz machen müssen.
Glauben Sie mir, ich brauche für den hartnäckigsten Hund nicht mehr als zwanzig Minuten bis er sich freiwillig hinlegt.
Gleichzeitig kann ich mich von ihm entfernen.
Ich werde nur durch meine Ruhe auf den Hund einwirken und darauf achten, dass er selber Platz macht.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Welpen oder zehnjährigen Hund handelt.
Jetzt höre ich viele sagen, dass möchte ich mit meinem Hund sehen. 

Ich weiss etwas Besseres!
                                                                                                                                                                                                                                     Ich zeige Ihnen wie sie es selber lernen können.
Aber mehr dazu in einem späteren Teil.

„Platz“ ist ein sehr wichtiger Faktor.
Es soll für den Hund natürlich und angenehm sein. 
                                                                                                                                                                                                                               Platz brauchen wir überall, im Restaurant, wenn wir mit jemanden reden, wenn der Hund auf uns warten muss, usw.
Wir werden lernen, dem Hund Platz so beizubringen, dass wir es nur noch  anzeigen er es aber von sich aus macht.
                                                                                                                                                                                                                                     Sie werden immer mehr merken wie kontraproduktiv Druck ist.

 
                                                                                                                                                                                                                                          4. Kapitel


Viele Hunde laufen am Gartenzaun entlang und bellen alles an was sie sehen.
                                                                                                                                                                                                                                     Wie kann man so ein Problem lösen?
Sie wissen bereits, der Hund erfüllt was er aus Ihnen sieht. 
                                                                                                                                                                                                                                       Also wird es nichts bringen, wenn sie hinterher schreien oder ihn strafen
respektive loben.

Wie machen Sie es richtig?

Sie nehmen  die Leine und gehen ganz ruhig zu Ihrem Hund.
Leinen Sie ihn an, ohne mit ihm zu reden.
Laufen Sie mit ihm von dieser unerwünschten Situation weg. 
                                                                                                                                                                                                                                       Es ist sehr wichtig, dass der Hund selber und an der losen Leine mitkommt.
                                                                                                                                                                                                                                           Es darf absolut kein Kräftemessen zwischen dem Hund und Ihnen entstehen.
Sie nehmen ihn  ins Haus, wo er eine gewisse Zeit bleiben muss. 
Wenn er wieder draussen ist und erneut bellt, reagieren Sie wieder gleich.
Es ist sehr wichtig, dass Sie ihre Aufgabe bis zum Schluss durchführen.
Sie werden es mehrmals wiederholen müssen.
Wenn der Hund verstanden hat, was Sie ihm sagen wollen, wird er wie folgt reagieren:
                                                                                                                                                                                                                                     Er wird immer ins Haus Kommen, wenn etwas ist, anstatt es vorher anzubellen!
Machen Sie jetzt auf keinen Fall den Fehler, ihn zu loben oder Leckerli zu geben.
Lassen Sie ihn einfach er  wird es dann so verstehen, dass er das Richtige macht. 

 
6. Kapitel

Ich habe es vorgängig erwähnt, dass wir mit drei Grundbegriffen arbeiten:
                                                                                                                                                                                                                               Platz
Querstellen
durchhängende Leine in allen Situationen

Bitte sprechen Sie nicht mit dem Hund, wenn Sie all die folgenden Übungen machen. Wenn Sie sich daran halten, werden Sie mehr Erfolg haben.
Wir arbeiten gleich zu Beginn an mit allen drei Grundbegriffen.
Am besten ist es, wenn Sie Zuhause beginnen.
Wenn der Hund bereits Platz kann, müssen Sie die beschriebenen Übungen trotzdem so machen wie dargestellt. Es ist unbedingt erforderlich, dass der Hund wieder in sein natürliches Verhalten zurückkehren kann.
Wenn Sie gleichzeitig zu dieser Methode mit Unterordnung, Leckerli, Lob oder Strafe arbeiten, werden Sie immer wieder zurückfallen, der Erfolg bleibt aus.
Sie können auch mit einem Welpen sofort anfangen. Sie können ihn nicht beim lernen überfordern, weil wir alles so machen wie er es selber auch machen würde.
Auch der ältere Hund wird schnell in sein natürliches Hundeverhalten zurück finden.