
Bitte schalten Sie den Untertitel ein
Sehr viele Hundehalter bleiben stehen mit ihrem Hund, wenn sie einen anderen Hund kreuzen müssen. Nicht nur das, sie versuchen Ihn auch noch mit Leckerli abzulenken, oder versuchen ihn mit Druck ins Sitz oder Platz zu bringen. Wieder andere spritzen ihn mit Wasser an usw. Das ist kein Vorwurf an diese Hundehalter, sie haben das schliesslich irgendwo so gelernt. Es ist für diejenigen, die vorbeigehen müssen, nicht besonders angenehm solche Gespanne zu kreuzen. Egal ob mit oder ohne Hund. Denn solche Gespanne wirken nicht gerade vertrauenswürdig. Für uns ist so zu kreuzen, keine Alltagstaugliche Lösung. Jeder Hundehalter sollte im Laufen kreuzen können, ohne dass man sich gegenseitig bedrängt. Deshalb lernen bei uns alle, ihren Hund so zu führen, dass sie an jeder noch so schwierigen Situation, entspannt vorbei gehen können. Erscheinen Sie jedem Lebewesen, als guter Hundeführer.
Der braune Labrador-Schnauzer Mischling im Video, war ein Hund, der nach Rudelstruktur erzogen wurde. Er hat im Alter von nicht einmal anderthalb Jahren ein kleines Mädchen massiv ins Gesicht gebissen. Auch gegen andere Hunde und Katzen war er sehr aggressiv. Nio gehorchte Kommandos aufs Wort, nur hat es schlussendlich wenig genützt. Das Problem bei so einer Erziehung ist, dass man bei so einem Hund immer alles Kontrollieren und Befehlen muss. Wenn ich abgelenkt bin oder sonst aus irgendeinem Grund den nötigen Druck nicht aufbauen kann, dann kann es schnell gefährlich werden. Es war dann auch so, dass der Vorfall nicht den Besitzern passiert ist, sondern einem Bekannten, der mit Nio unterwegs war. Die junge Familie hat durch diesen Vorfall strenge Auflagen durch das Veterinäramt erhalten. Dadurch sind Sie bei uns in der Hundeschule gelandet. Wir haben schnell gemerkt, dass die Familie durch diese Beissattacke, in einem starken Misstrauen zu Nio war und auch Angst hatte, dass Nio auch die eigenen Kinder anfallen könnte. Wir haben Ihnen den Vorschlag gemacht, dass Sie einen jungen Irish Setter von uns nehmen und neu anfangen und wir Nio übernehmen und ihn Therapieren. Das Risiko war einfach zu gross, dass noch einmal etwas passieren kann. Wir haben Nio, Schritt für Schritt wieder aus dieser Hierarchie Erziehung herausgeführt und ihn auf unsere Art geführt. Nio hat danach 12 glückliche Jahre bei uns verbracht und ist bis zum Schluss ein toller Spielgefährte für unsere Enkel gewesen, sie haben ihn immer liebevoll Brumbär genannt. Im Frühjahr 2021 ist er altersbedingt verstorben.
Jetzt höre ich viele sagen; so einen Hund gibt man auch niemand anderem mit. Das ist aber nicht das wirkliche Problem. Jeder der einen solchen Hund hat und das sind viele, ist nie davor geschützt, dass der Hund in schwierigen nicht vorhergesehenen Situationen zubeißt. Deshalb können Sie sich, in solchen Situationen nur auf Hunde verlassen, welche selbst richtig reagieren (das ist übrigens bei jedem Fehlverhalten eines Hundes so, auch wenn er jagt usw.) Nur immer zu sagen, aber sonst ist er ein ganz lieber, reicht leider nicht. Es macht dabei keinen Unterschied, ob es sich um einen großen oder kleinen Hund handelt.