Ich möchte Ihnen hier bewusst machen, welchen Irrsinn wir Menschen oft unbewusst mit unseren Hunden veranstalten.
Ein Hund schläft genetisch bedingt 18–20 Stunden pro Tag. Das ist kein Luxus, sondern ein biologisches Grundbedürfnis. Bekommt er diese Ruhe nicht, wird er unruhig, nervös, überdreht – oder sogar aggressiv.
Und jetzt kommt das Paradoxe:
Obwohl der Hund sich von Natur aus mehrmals am Tag selbstständig hinlegt, glauben wir Menschen, wir müssten bestimmen, wann er sich hinzulegen hat. Wir schicken ihn auf seinen Platz, wir „parken“ ihn, wir kontrollieren seine Ruhe.
Damit bringen wir seine innere Balance durcheinander.
Der Hund verliert das Vertrauen in seine eigene Fähigkeit, Ruhe zu finden. Er traut sich irgendwann nicht mehr, sich einfach selbst hinzulegen. Und genau deshalb müssen wir diese Platzübung immer häufiger einsetzen – anstatt immer weniger.
Wenn wir jedoch das natürliche Verhalten des Hundes respektieren und selbst mentale Ruhe ausstrahlen, passiert etwas Wunderbares:
Der Hund legt sich in jeder Situation von alleine hin. Er findet seine Ruhe wieder. Es entsteht eine tiefe, entspannte Gelassenheit – im Hund und im Menschen.
